Kuscheldecken – Alles rund um Textilien

Kuscheln macht glücklich! Über diese Grundwahrheit ist sich die Gesamtheit aller relevanten Webseiten, Blogs und auch führende finnische Wissenschaftler einig. Das Best Off der offenen Fragen rund ums Kuscheln, Knödeln, Kacheln und Kuschen:

  1. Welcher Kuscheltyp sind Sie?
  2. Das Kuschelsutra – wie kuschele ich besser?
  3. Wie verdiene ich Geld mit kuscheln?

Wir erkennen, auf die wirklich wichtigen Themen hat „das Netz“ weder Frage noch Antwort parat. Für leidenschaftliche Kuschler und Sofa-Surfer ist die Kuscheldecke der wichtigste Begleiter auf dem Weg in den Himmel der Bequemlichkeit oder auch auf der Straße direkt ins Lummerland?

Sie heben gerade misstrauisch die Braue? Erinnern Sie sich nicht, an den letzten „Streit“ um die Kuscheldecke? Wer hat zu wenig und wessen Zehen schauen aus der Decke? Also doch …

Die Kuscheldecke ist stets der Mittelpunkt des gemütlichen Entspannens auf der Couch. Und dieser Decke gehen wir jetzt auf den Grund (aufs Material)!   

Kuscheln 12 Monate im Jahr!

Auch wenn man bei steigenden Temperaturen, dem allseits pulsierenden Lenz und einer höheren Anzahl an Sonnenstunden meinen könnte, dass Kuscheln gerade aus der Mode kommt. Alles falsch! Eine waschechte Herzensangelegenheit ist es dem Menschen Nähe, Geborgenheit und Zärtlichkeit zu empfinden, aber auch zu schenken.

Klinische Studien haben bewiesen, dass Kuscheln nicht nur einen nachweisbaren Effekt auf unsere seelische Gesundheit haben. Kuscheln ist ebenso ein wahrer Jungbrunnen für unseren Körper. Knuddeln baut Stress ab, verringert Ängste und stärkt das körperliche Wohlbefinden. Die Wärme unter der Kuscheldecke ist nebenbei förderlich für die Durchblutung und somit für die Sauerstoffversorgung. Wir erkennen, eigentlich müsste die Krankenkasse unsere Kuscheldecke fördern.

Ob Sommer oder Winter, wir sollten mehr Kuscheln! Entscheidend für das schöne Gefühl auf der Haut ist das Material unserer Lieblingsdecke. Damit wir im Dschungel der verschiedenen Stoffe bei unserer Kuscheltextilie nicht den Überblick verlieren, geben wir einen kurz-knackigen Überblick, welche verschiedenen Materialien es bei Heimtextilien so gibt. Und worin deren Vor- bzw. Nachteile liegen.

Baumwolle

Vorneweg, Baumwolle ist Natur pur! Die Naturfaser ist der Dauerbrenner rund um stoffgewordene Schönheit. Die Vorteile des Materials lesen sich wie die Anforderungsliste an unsere Lieblingsdecke!

Baumwolle ist in hohem Maße für Menschen mit Allergien UND empfindlicher Haut geeignet. Das atmungsaktive Material erlaubt ein sinnvolles „Klimamanagement“ d.h. im Sommer gibt es keine unangenehme Stauhitze und im Winter ebenso keine Frostbeulen!

Wenn es unter der Decke trotz dieses Vorteils zu heiß hergehen sollte, keine Sorge. Baumwolle ist saugfähig und kann auch mit höherer Luftfeuchtigkeit und Schweiß umgehen.

Für den eher robusten Kuschler ebenso unerlässlich: Reißfestigkeit und Langlebigkeit! Baumwolle ist in dieser Kategorie beinahe unkaputtbar. Und zu guter Letzt: Das Material ist sehr hygienisch und relativ leicht waschbar.

Stichwort relativ leicht waschbar: Achtung, Achtung! Baumwolle kann bei zu heißer Waschtemperatur eingehen. Wer also lange Zeit kuscheln möchte, der achtet auf das Waschprogramm. Ein weiterer Minus-Punkt ist der Faser-Struktur der Baumwolle geschuldet. Unter gewissen Umständen neigt das Material zu erhöhtem Knitteraufkommen. Dieser Nachteil hängt mit einer mangelnden Elastizität zusammen.

Alles in Allem ist Baumwolle jedoch ein Klassiker in Sachen Kuscheldecke!

Fell

Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte sind Felle unser Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen und Kälte. Das Material Natur-Fell hat uns auch zu Beginn des digitalen Zeitalters nicht im Stich gelassen. Decken aus Fell gehören immer noch zu den gängigsten Kuscheldecken unseres Planeten.

Auch wenn Fell in Sachen „Herkunft“ skeptisch betrachtet wird. Kein Nutztier lässt im Jahre 2019 sein Leben wegen des Fells. Die Tierhaltung würde der Wirtschaftlichkeitsrechnung vollkommen widersprechen. Die Felle sind „Beifang“ der Fleisch-Produktion. Und wem die tierische Herkunft ein Dorn im Auge ist, dem sei Kunstfell als Alternative ans Herz gelegt.

Kunstfelle haben hierbei einen unsagbaren Vorteil. Sie sind extrem pflegeleicht und bleiben über lange, lange Zeit kuschelig.

Natur-Felle überzeugen durch eine hervorragende Klimaeigenschaft. Sie wärmen im Winter und kühlen im Sommer und bleiben dabei jeden Tag des Jahres atmungsaktiv!

Der Nachtteil des natürlichen Materials: Felle sind sehr schwer zu reinigen und zu pflegen. Das Material gilt als empfindlich und sollte nicht „über die Maßen“ beansprucht werden.

Fleece

Das „Kunstprodukt“ Fleece verwendet synthetisch hergestellte Fasern zur Nachbildung einer Fell-/Woll-Mischung. Am häufigsten Verwendung findet das Material in kuscheligen Decken und den Verbrämungen von Winterjacken und Hoddies. In Sachen Robustheit und Langlebigkeit gibt es wenig andere Materialien, die Fleece etwas vormachen können. Der Stoff ist strapazierfähig, robust, ausdauernd und darüber hinaus recyclebar und sehr angenehm im Kuschelkomfort.

Die anschmiegsame Faser-Struktur lässt vergessen, dass es sich hierbei um ein Kunstprodukt handelt und auch die wärmendem Klimaeigenschaften überzeugen beinahe restlos.

Der größte Nachteil von künstlich hergestelltem Fleece: es ist leicht brennbar. Kerzenfreunde sollten sich über diesen Makel in jeder Sekunde bewusst sein!

Leinen

Die Naturfaser Leinen (auch Flachs genannt) wird aus dem Gemeinen Leins gewonnen und überzeugt seit Jahrhunderten durch einzigartige Eigenschaften Generationen von Webern und Schneidern!

Das Material ist einfach zu verarbeiten, sehr gut verspinnbar, kochfest und bildet keine Flusen. Vor allem für die Sommermonate sind Textilien aus Leinen der perfekte Begleiter auf unserer Sofalandschaft! Leinen ist von Natur aus ein guter Wärmeleiter und sorgt somit auch im Hochsommer für eine gute Wärmezirkulation.

Eine weitere natürliche Eigenschaft des Flachswerks ist die antibakterielle und schmutzresistente Oberfläche. Zusätzlich ist das Material hochgradig für Allergiker geeignet.

Die Kehrseite der Medaille? Leinen ist nicht zwingend ein „bequemer“ Stoff. Anders ausgedrückt wer gerne kuschelt und knödelt, der hat mit Sicherheit ein anderes Lieblingsmaterial.

Microfaser

Microfaser ist nicht nur in Sachen Fensterputz eine glatte Empfehlung. Der fein strukturiere Stoff ist sowohl für Menschen mit Allergien als auch für Kuschler mit sehr empfindlicher Haut geeignet. Die Kunstfaser ist hygienisch, langlebig, robust und verfügt über gemütliche Temperatur-Eigenschaften. In Sachen Flüssigkeitsmanagement kann Microfaser nur schwerlich überzeugen. Das Material kann nur sehr wenig Feuchtigkeit aufnehmen. Ein weiterer Nachteil von Microfaser ist vor allem Hunde- und Katzenbesitzer ein Dorn im Auge. Das Material geht eine beinahe untrennbare Symbiose mit Tierhaaren ein. Trennung zwecklos! 

Samt

Das wohl edelste Material fürs Sofa ist seit beinahe sieben Jahrhunderten ein Handschmeichler und gleichwohl eine Augenweide! Keine andere Textilie füllt sich SO an. Auch wenn sich die Geister am „Samtgefühl“ auf der Haut scheiden, kein anderes Material kann es. In Sachen Optik begeistert Samt durch das sprichwörtliche „Feuer“ welches durch den Schimmer der Oberfläche entsteht und mit unterschiedlicher Faser und Lichteinstrahlung zusammenhängt. Auch wenn das Material eher selten als Kuscheldecke Verwendung findet, als Kuschler mit Leib und Seele sollte man über eine solche Decke nachdenken. Die Mäntel von Königen waren nicht ohne Grund aus genau diesem Material gefertigt.

Wolle

Die tierische Naturfaser ist zusammen mit der Baumwolle das häufigste Decken- oder Textilienmaterial. Die Faser von Schaf, Alpaka oder der Kaschmirziege bietet vielerlei Vorteile und überzeugt gleichwohl jeden durch das unantastbare Wollgefühl auf der Haut. Schmutzabweisend und robust ist Wolle ebenso wie außergewöhnlich im Feuchtigkeits-Management. Die „Luxusprodukte“ unter den Wollarten dieser Erde (Alpaka oder Kaschmir) zeichnen sich nebenbei durch eine besondere Struktur oder einen beinahe magischen Touch aus.

Auch wenn man es nicht glauben mag, das Wollgefühl mag manchem zu viel des Guten sein. So mancher meidet Wolldecken, da sie zu kratzig empfunden werden können.

In Sachen Pflege ist Wolle leider undankbar, da sie zu starker Fusselbildung neigt.

Zu guter Letzt, die allseits anerkannte Definition des Verbs knödeln.

Knödeln: den tollsten Lieblingsmenschen unter einer Kuscheldecke im Arm halten.